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Fertilitätsprotektion

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Mit zunehmend erfolgreicheren onkologischen Therapien nimmt auch das Langzeitüberleben betroffener Patienten zu. Dies erfordert, die durch die Behandlung verursachten Langzeitkomplikationen verstärkt zu berücksichtigen.

Hierzu zählt auch der Verlust der Ovarialfunktion beziehungsweise der Fertilität infolge zytostatikainduzierter Gonadotoxizität.

Es gibt mehrere, teilweise experimentell einzustufende Möglichkeiten des Fertilitätserhalts. Vor einer Strahlentherapie können die Ovarien aus

dem strahlentherapeutischen Feld transpositioniert werden.

Oozyten, fertilisierte Eizellen und Embryonen sowie Ovarialgewebe können kryokonserviert werden. Auch bestimmte Medikamente (GnRH-Analoga) schützen möglicherweise die weiblichen Gonaden.

Zahl der Therapieoptionen zum Fertilitätserhalt hat sich erhöht. Allerdings sind die Verfahren noch als experimentell zu betrachten. Einige Optionen

wie die Kryokonservierung von Embryonen sind in Deutschland rechtlich nicht zulässig. Ungeklärt ist neben zahlreichen technischen Details auch die Kostenerstattung derartiger Maßnahmen.

 

Wir bieten einige Verfahren an und sind am Verbundprojekt der Deutschen Universitätskliniken beteiligt.

 

 

 

Allgemeine Informationen:

 

Fertilitätserhalt bei onkologischen Patientinnen: Stand und Perspektiven
Sören von Otte, Michael Friedrich, Klaus Diedrich, Markus S. Kupka

Deutsches Ärzteblatt 2006; 103 (38) A 2479

Möglichkeiten der Kryokonservierung zur Erhaltung der weiblichen Fertilität

Frank Nawroth, Markus S. Kupka, Eugenia Isachenko, Rahimi Gohar, Peter Mallmann

Deutsches Ärzteblatt 2004; 101 (5) A-268

 

 

 

 

Zu den fertilitätserhaltende Methoden zählen:

  • Transposition der Ovarien

  • Konisation/ Trachelektomie beim Zervixkarzinom

  • unilaterale Adnektomie bei Keimzelltumoren, Borderlinetumoren, Ovarialkarzinomen

  • Uteruserhalt/ Gestagentherapie beim Korpuskarzinom

  • Medikamentöse Ovarprotektion z.B. GnRH-Analoga

  • Kryokonservierung (Spermatozoen, Hodengewebe, nicht fertilisierte Oozyten, immature Oozyten, fertilisierte Oozyten)

  • Kryokonservierung von Ovargewebe

  • anschliessend in-vitro-Maturation

  • Autotransplantation (heterotop, orthotop)

  • Xenotransplantation

 

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