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Anti-Aging

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Liebe Patientin,

in unserer Arbeitsgruppe werden auch Untersuchungen und Behandlungen bei Fragen zu Hintergründen des Alterns durchgeführt.

Dieses versuchen wir seriös und in Kooperation mit anderen Kliniken unserer Universität anzubieten.

Dies sind keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

 

In die Untersuchungen werden folgende Laborwerte eingeschlossen:

Die Gonadotropinwerte (Steuerhormone der Hirnanhangsdrüse u.a. für die Eierstock-Funktion) FSH und LH werden danach beurteilt, ob sie im menopausalen (Wechseljahre) Bereich liegen. Entsprechend wird das Östradiol (von den Eierstöcken gebildetes, weibliches Hormon) beurteilt. Falls eine Hormonersatztherapie (HRT) durchgeführt wird, ist die Dosis der Östrogen-Komponente ggf. bei subjektiver Beschwerdesymptomatik danach angleichbar.

Prolaktin (Milchdrüsenhormon), Progesteron (Gelbkörperhormon), Androstendion (ein männliches Hormon aus Eierstock und/oder Nebenniere stammend), SHBG (Transport-Protein für Hormone), Testosteron (männliches Hormon, auch bei Frauen in niedriger Form vorhanden) und Cortisol (Stresshormon) gehören ebenfalls in die Analyse.

Z.b. kann ein relativ niedrige Testosteron-Konzentration bei Bedarf (Libido) ggf. ergänzt werden. Die Östrogen-Androgen-Therapie in der Postmenopause steigert die Libido, kurbelt die körperliche Aktivität an und scheint vor Osteoporose (Abnahme der Knochenmasse) zu schützen. Denn am Knochen wirkt die Hormonkombination synergistisch: Die Östrogene hemmen die Osteoklasten (Abbau), die Androgene regen die Osteoblasten (Aufbau) an. Ein spezielles Präparat, das eine östrogene, gestagene und milde androgene Wirkung hat, wäre eine geeignete Behandlung. Der androgene Partialeffekt scheint die Stimmungslage, die Aktivität und das Sexualleben günstig zu beeinflussen. Auch die Knochenmasse nimmt bei Frauen, die diese HRT wählen, zu.

 

DHEA (Dehydroepiandrosteron) und seinem Sulfat wird eine vielfältige Wirkung zugeschrieben („Jungerhalten“, gesteigerte Energie, verbesserte Abwehrkräfte, Vermehrung der Muskelmasse, Abnahme der Fettmasse, gesteigertes Wohlbefinden, bessere kognitive Leistungen). DHEA ist eine körpereigene Substanz, die in der Nebennierenrinde produziert wird. Aus ihr baut der Körper männliche Hormone (Androgene) und weibliche Hormone (Östrogene) auf. Deshalb nennt man es auch Prohormon oder Vorläufersubstanz. DHEA übt aber auch eigenständige androgene und anabole Hormon-Wirkungen aus. Im Vergleich zwischen Mann und Frau schüttet der männliche Körper weniger DHEA aus als der weibliche. Wie viel DHEA der Körper herstellt, hängt stark vom Alter ab. Nach der maximalen Konzentration bei 25-Jährigen nimmt die im Blut kreisende Menge an DHEA stetig ab. Bei 80-Jährigen beträgt sie nur noch zehn bis 20 Prozent der Spitzenwerte in jungen Jahren.

DHEA soll den allgemeinen Auswirkungen eines Testosteronmangels und vor allem der Zunahme an Bauchfett entgegenwirken. Allerdings kann DHEA auch leicht in Östrogen umgewandelt werden. Der Bauchfett abbauende Effekt wird mit Östrogenen aber nicht erreicht. Das Prohormon hilft auch dabei das Testosteron in seine aktive Form, das Dihydrotestosteron (DHT) zu reduzieren.

Die Konzentration des Insulin-Like Growth Factor 1 (IGF-1 oder auch Somatomedin) gibt indirekt Aufschluss über einen ggf. bestehenden Mangel an Wachstumshormon (hGH = human Growth Hormone). Die Bestimmung des Wachstumshormons oder des diagnostisch wichtigeren IGF-1 ist insofern wichtig, da die Wachstumshormon-Produktion schon ab dem 20. Lebensjahr um etwa 14 Prozent pro Lebensdekade abnimmt und ist nach dem 60. Lebensjahr bei vielen Menschen weitgehend beendet. Dieser Vorgang wird als Somatopause bezeichnet.

Zink und Kupfer spielen bei der Behandlung von freien Radikalen eine entscheidende Rolle. Dieses sind Nebenprodukte aus veränderten Sauerstoffverbindungen, die aus dem Zellmetabolismus zur Energieproduktion aus Sauerstoff entstehen. Die Freien Radikale sind hochaktive „Teilchen“ und drängen in andere körpereigene Verbindungen wie Eiweiße, Fette oder in die Erbsubstanz hinein und verändern die Struktur der Zelle. Durch die Wirkung der Freien Radikale kommt es zu Schädigungen des körpereigenen Gewebes. Umweltschäden spielen auch eine große Rolle in der Entstehung von Freien Radikalen. Ein Übermaß an Freien Radikalen bedeutet eine Gefahr für den Körper.

Zur Reduktion von Freien Radikalen ist die regelmäßige Gabe von Antioxidantien hilfreich. Dies sind Stoffe wie Vitamin C, E, A sowie pflanzliche Stoffe wie Bioflavonoide, Coenzym Q10, Carotinoide, Zink, Selen und Kupfer – die nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden.

Die Bestimmung des TSH-Wertes gibt Auskunft über die Schilddrüsen-Funktion. Ist dieser Wert ausserhalb der Norm, erfolgt ggf.  eine zusätzliche T-3 und T-4-Bestimmung ggf. mit einer Sonographie zur weiteren Abklärung.

 

Cholesterin und Homocystein sind dafür verantwortlich, dass das Gefäßsystem schneller altert. Bei Gefäßproblemen ist eine Kombination aus bestimmten Vitalstoffen sinnvoll. Darüber hinaus werden die Gefäße gezielt trainiert. Eine Therapie kann die Homocystein-Werte um über 30 Prozent senken. Somit wird das Risiko der Gefäßkrankheiten erheblich reduziert.

Eine Homocystein-Senkung kann durch Vitamine B6, B12 und Folat (Folsäure) erreicht werden.

 

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