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Überblick

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Liebes Patientenpaar,

in unserer Arbeitsgruppe werden unterschiedliche Formen von Untersuchungen und Behandlungen bei unerfülltem Kinderwunsch und Hormonstörungen angeboten. Vielleicht haben Sie bereits eine Reihe von Fachbegriffen gehört oder gelesen. Im Folgenden versuchen wir, Ihnen kurz zu erläutern, welche Themenbereiche wir abdecken, so dass Sie sich ein Bild von den einzelnen Methoden und Verfahren machen können.

Die Beschreibungen geben jedoch nur einen kurzen Überblick. Die tatsächlichen Ursachen für Hormonstörungen oder einer ungewollten Kinderlosigkeit sind oft vielfältig und komplex. Eine Aussage über die Chancen, z.B. schwanger zu werden, kann daher nur nach einem persönlichen, intensiven Gespräch sowie einer eingehenden Untersuchung getroffen werden. Hier die Möglichkeiten im Überblick:

  • unerfüllter Kinderwunsch

Beratung

Zyklusdiagnostik

Hormonelle Stimulation

Insemination (INS)

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Mikro-Injektion (ICSI)

Stufenkonzept

Kryokonservierung

Tubenfaktor

operative Spermiengewinnung

Andrologische Diagnostik

neue Techniken

Kinderwunsch bei Begleiterkrankungen

erstes Beratungsgespräch

Kostensituation

 

  • Abklärung von Zyklusstörungen bei Kinderwunsch

  • Erhöhung der männlichen Hormone bei der Frau (Hyperandrogenämie)

  • Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO)

  • Störungen der Zucker-Verwertung (Insulinresistenz) im Zusammenhang mit einem metabolischen Syndrom bei PCO

  • Störungen der Nebenniere mit Erhöhung der männlichen Hormone bei der Frau (AGS)

  • Erhöhung des Milchdrüsenhormons (Hyperprolaktinämie)

  • Schilddrüsenerkrankungen im Zusammenhang mit unserem Fachgebiet (Hypothyreose, Hyperthyreose, Hashimoto-Thyreoiditis etc.)

  • Hormonersatztherapie (HRT)

  • hormonelle Behandlung bei Knochenschwund (Osteoporose)

  • hormonelle Begleitung bei Transsexualität (Frau zu Mann und Mann zu Frau)

  • endokrine Hintergründe des Alterns (Anti-Aging)


Beratung

 

Manchmal kann schon eine Beratung weiterhelfen. Dabei sind auch psychologische Faktoren wichtig. Hier steht Ihnen eine erfahrenes Team unserer Klinik  von Prof. Dr. Stauber zur Verfügung.

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Zyklusdiagnostik und Zyklusüberwachung

 

In manchen Fällen ist eine Untersuchung zur Klärung der Frage, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet bzw. ob vielleicht eine Schwäche des Gelbkörpers in der zweiten Zyklushälfte vorliegt, schon richtungsweisend. Dazu wird im Regelfall eine Hormonuntersuchung ggf. kombiniert mit einer Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

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Hormonelle Stimulation

 

Bei einer Störung der Eizellreifung kann durch eine Hormonbehandlung geholfen werden. Nach einer gründlichen Untersuchung wird das fehlende Hormon individuell ersetzt und damit eine Befruchtung auf natürlichem Wege oder durch Insemination (s.u.) ermöglicht.

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Insemination (INS / IUI)

 

Ist die Anzahl der Spermien reduziert oder deren Beweglichkeit eingeschränkt, verspricht die Konzentration beweglicher Spermien und deren Einführung direkt in die Gebärmutter eine Erhöhung der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit. Dazu erfolgt eine Waschung und Aufbereitung der Spermien.

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In-vitro-Fertilisation (IVF)

 

Bei dieser Behandlung werden Eizellen aus dem Eierstock entnommen und außerhalb des Körpers mit den Samenzellen zusammengebracht. Die Embryonen werden dann in die Gebärmutterhöhle übertragen. Die Gewinnung der Eizellen kann heute schonend unter Ultraschallsicht durchgeführt werden.

IVF steht dabei für in-vitro Fertilisation.

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Mikro-Injektion (ICSI)

 

Manchmal sind die Spermien des Mannes nicht in ausreichender Zahl vorhanden oder nicht beweglich genug, um in eine Eizelle einzudringen und dadurch eine Befruchtung herbeizuführen. Hier kann durch eine feine Kanüle ein einzelnes Spermium in die vorher entnommene Eizelle eingebracht werden.

ICSI steht dabei für intracytoplasmatische Spermieninjektion.

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Stufenkonzept

 

Welche Stufe der Behandlung für Sie konkret vorgeschlagen wird, hängt im Wesentlichen von zwei Fragen ab:

Was wurde bei den Untersuchungen zuvor festgestellt?

Was für eine Behandlung ist für Sie selber vorstellbar?

Dabei werden auch religiöse, wissenschafts-kritische, finanzielle und bürokratische Aspekte eine Rolle spielen können.

In einigen Fällen schlagen wir den Wechsel zur nächsten Stufe vor, wenn zuvor bereits mehrfach ein weniger aufwendiges Behandlungsverfahren ohne Erfolg eingesetzt wurde.

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Kryokonservierung

 

Dies bezeichnet das Einfrieren von Spermien und befruchteten Eizellen im sogenannten Vorkern-Stadium (pronucleus=PN) bei minus 198 Grad Celsius. Das Verfahren erlaubt die spätere Rückgabe ohne aufwendige hormonelle Vorbehandlung. Es ist leider keine Kassenleistung.

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Tubenfaktor

 

Zur Klärung der Frage, ob die Eileiter durchgängig sind bzw. ob die Gebärmutter ein Problem bezüglich Einnistung oder Austragung einer Schwangerschaft aufweist, werden folgende Untersuchungen angeboten:

  • Eileiterdurchgängigkeitsprüfungen mittels Ultraschall (HyCoSi = Hysterokontrastsonographie)

  • Röntgenaufnahme (HYSA = Hysterosalpingographie)

  • Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie).

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operative Spermiengewinnung (MESA/TESE)

 

lst es nicht möglich ein intaktes Spermium im Ejakulat zu finden, z.B. bei Samenleiterverschluss oder nach Sterilisation des Mannes, besteht noch die Chance, Spermien aus dem Hodengewebe (TESE = testikuläre Spermien-Extraktion) zu gewinnen. Die Entnahme ist ein kleiner chirurgischer Eingriff und meist nur einmal notwendig. Werden die Proben aus dem Nebenhoden gewonnen, spricht man von MESA (mesenchymale Spermienaspiration).

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Andrologische Diagnostik

 

In Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie des Klinikums der Universität München - Innenstadt bzw. der Technischen Universität erfolgt eine eingehende Untersuchung.

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neue Techniken

 

Nicht alles, was in anderen Ländern bereits möglich und verbreitet ist, ist in Deutschland erlaubt oder verfügbar. Die Reproduktionsmedizin bewegt sich hierzulande in engen juristischen Grenzen. Dennoch ist es sinnvoll, von einigen technischen Möglichkeiten zu wissen, um ggf. entscheiden zu können, im Ausland eine solche Behandlung durchführen zu lassen oder sich nach den aktuellen Gegebenheiten in Deutschland zu erkundigen.

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Kinderwunsch bei Begleiterkrankungen

 

In einigen Fällen bestehen gesundheitliche Risiken, die bei einer Kinderwunscherkrankung wichtig sein können. An unserer Klinik besteht die Möglichkeit - in Zusammenarbeit mit anderen Facheinrichtungen der Universität - solche Situationen zu prüfen z.B. bei Störungen des Gerinnungssystems (Thrombosen, APC-Resistenz). Auch wenn bösartige Erkrankungen vorliegen kann z.B. beim Hodenkrebs des Mannes eine Samenprobe vorsorglich eingefroren werden, bevor eine Chemotherapie oder Bestrahlung erfolgt. Ähnliche Möglichkeiten, wenn auch in beschränktem Maße, gibt es bei der Frau.

Bei Erkrankungen des Immunsystems (HIV) kann an unserer Klinik unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls geholfen werden.

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erstes Beratungsgespräch

 

Das erste Gespräch gibt bereits richtungsweisende Informationen zu den weiteren Unrersuchungsschritten und zu der vermutlich hilfreichen Behandlungsform. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich darauf gut vorbereiten und der Ärztin/dem Arzt helfen, alle wichtigen Informationen zu einem einheitlichen Konzept zusammenzutragen.

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Kostensituation

 

Die Form der Bezahlung einer Kinderwunschbehandlung ist für jedes Paar individuell zu besprechen. Da jeder Partner gesetzlich versichert sein kann, privat versichert sein kann oder sich ausserhalb eines Versicherungsschutzes befinden kann, sind zahlreiche Kombinationsvarianten möglich. Wir werden größten Wert darauf legen, dass Sie vor einer Behandlung genau wissen, was finanfiell auf Sie zukommt.

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