IVF

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Bei dieser Behandlung werden Eizellen aus dem Eierstock entnommen und außerhalb des Körpers mit den Samenzellen zusammengebracht. Die Embryonen werden dann in die Gebärmutterhöhle übertragen. Die Gewinnung der Eizellen kann heute schonend unter Ultraschallsicht durchgeführt werden.

IVF steht dabei für in-vitro Fertilisation und ET für Embryotransfer.

 

 

Findet die Befruchtung einer Eizelle außerhalb des Körpers in einem Reagenzglas statt, so spricht man von einer in-vitro-Fertilisation (IVF) oder auch Reagenzglas-Befruchtung.

Im wesentlichen wird diese Behandlung bei funktionsunfähigen bzw. fehlenden Eileitern angewendet, zum Beispiel wenn bei der Frau eine Sterilisation vorausgeht.

Aber auch bei langjähriger ungeklärter Sterilität wird die In-Vitro-Fertilisation durchgeführt.

 

Die Behandlung beginnt zumeist mit einer Hormontherapie zur Gewinnung von mehreren Eizellen, die durch eine Punktion der Eiblässchen durch die Scheide in Narkose gewonnen werden.

Im Anschluß erfolgt die Befruchtung der Eizellen in einer Kulturschale mit entsprechend aufbereitetem (gewaschenem und konzentriertem) Samen, sowie eine entsprechende Kultivierung in einem Brutschrank.

 

Am 2. bis 3. Tag nach der Punktion wird der Embryo-Transfer (ET) in der Regel ambulant durchgeführt. Hierbei wird der mehrzellige Embryo bzw. werden die mehrzelligen Embryonen (maximal 3) über einen Katheter in die Gebärmutter gespült.

 

Geschichtliches

Das erste IVF-Baby war Louise Brown, geboren am 25. Juli 1978 in der Bourn Hall Clinic in der Nähe von Cambridge in England.

 

 

 

Dem Gynäkologen Patrick Steptoe (li.), der schon verstorben ist, und dem Biologen Robert G. Edwards gelang diese erfolgreiche Behandlung. Damals sprach man noch vom "test-tube baby".

 

Steptoe PC, Edwards RG

Birth after the reimplantation of a human embryo

Lancet 1978 Aug 12;2 (8085): 366

 

Am 16. April 1982 kam in der Universitätsfrauenklinik Erlangen das erste Deutsche IVF-Baby zur Welt.

 

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