Tubenfaktor

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Für das Eintreten einer Schwangerschaft auf natürlichem Wege ist die Durchgängigkeit mindestens eines Eileiters (Tube) erforderlich.

Bei der Prüfung der Eileiter auf Durchgängigkeit gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten.

 

Hysterosalpingographie (HYSA)

 

Es handelt sich dabei um ein Röntgenverfahren, bei dem die Gebärmutter (Hystero) und die Eileiter (Salpinx) dargestellt werden. Die HYSA bietet eine optimale Bilddarstellung, indem sie die Röntgenmethode mit einem Röntgenkontrastmittel kombiniert, das in die Fortpflanzungsorgane der Frau eingebracht werden kann. Dieses geschieht ambulant und ohne Narkose.

Man kann auf einem Bild beide Eileiter und die Gebärmutterhöhle darstellen.

Das ist der entscheidende Vorteil zur Ultraschalldarstelung, bei der nur jeweils ein Eileiter oder die Höhle avisiert werden kann.

Bei der HYSA bekommt man somit wesentlich besser einen Eindruck über die Seitenverhältnisse (z.B. Duchgängigkeit rechts zügiger als links; erst nach Überwindung eines Anfangswiderstandes durchspült die Flüssigkeit den rechten/linken Eileiter ...)

 

 

Hysterokontrastsonographie (HyCoSi)

 

Diese Technik ist analog zur HYSA zu sehen, jedoch ohne Strahlenbelastung. Wir bevorzugen jedoch aus oben genannten Gründen klar die konventionelle Methode, die längst nicht jedes Kinderwunschzentrum anbietet, da man hierfür einen Radiologen/Radiologin benötigt und ein entsprechendes Aufnahmegerät. Das die HYSA dann auch noch von erfahrenen Reproduktionsmedizinern durchgeführt wird, und nicht nur von Radiologen, ist eine Ausnahmesituation!

 

 

 

Bauchspiegelung / Chromopertubation

 

Die sicherste Methode zum Nachweis der Tubendurchgängigkeit ist die Chromopertubation. Dies ist das Durchspülen von blauer Flüssigkeit (Blauprobe) im Rahmen einer Laparoskopie (Bauchspiegelung). Für diese ambulante Operation ist jedoch eine Narkose erforderlich. Entscheidender Vorteil ist die Möglichkeit, direkt Probleme zu beseitigen, soweit dies operativ möglich ist.

 

 

perlschnurartige Darstellung des Eileiters

(mehrere enge Stellen hintereinander)

 

 

regelrechte "Blauprobe"

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