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Zertifizierung

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persönliche Anmerkung

Zertifizierung hat etwas mit Sicherung der Qualität zu tun.

Nach einer sehr bürokratischen Prozedur wird durch spezielle Firmen ein Zertifikat ausgestellt, das belegt, dass die untersuchte Einrichtung sich bemüht, nach festgelegten Regeln zu arbeiten. Dabei ist es egal, ob die Einrichtung ein Hotel, eine Bäckerei oder eine KFZ-Werkstatt ist.

Genau betrachtet geht es auch nicht um das "Ergebnis", sondern um den Weg dahin. Ob die Brötchen wirklich gut schmecken, steht nicht im Vordergrund, sondern ob der Weg vom Teig zum Brötchen gut und sicher strukturiert ist.

Der Weg bis zur Erlangung eines solchen Zertifikates ist anstrengend und mit viel Papierarbeit verbunden. Jeder Handgriff muss beschrieben werden.

Daher finden Sie die Urkunde in der Regel gerahmt an der Wand hängen.

Wir haben uns auch zertifizieren lassen und hoffen, Ihnen dadurch vermitteln zu können, dass wir nach festgelegten Standards arbeiten.

 

Was ist Qualität?

„Qualität“ leitet sich vom Lateinischen „qualitas/-atis“ ab, eine Vokabel, die ihrerseits dem Interrogativpronomen „qual/is,-e - welch/er,-e,-es“ entstammt.

Im deutschen Sprachgebrauch bedeutet Qualität zumeist „Eigenschaft“ oder „Beschaffenheit“. Mehrere Interpretationen sind möglich:

Qualität als essentielle Eigenschaft

Qualität als Ausdruck einer Rangordnung

Qualität als differenzierendes, charakteristisches Attribut

Qualität als Maß für Exzellenz

Qualität als inhärente Eigenschaft

Im Meyer's Lexikon heißt es: „Beschaffenheit, Güte, Wertstufe, u.a. im Unterschied zur Quantität. Qualität ist die Gesamtheit der Merkmale und Merkmalswerte eines Produktes oder einer Dienstleistung, bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.“

 

Zur Geschichte der Qualitätssicherung

ca. 2000 v. Chr.

 

Hammurabis Gesetzgebung: bei Fehlbehandlung drastische Bestrafung des durchführenden Arztes (Mutilation oder Hinrichtung)

Beurteilung eines Behandlungserfolges beschränkte sich auf eindeutige, auch durch den Laien überprüfbare Kriterien (Todesfolge, Verletzung, Verschlimmerung der Krankheit).

1847

 

Ignaz Semmelweis: eines der ersten Projekte zur Evaluierung medizinischer Qualität „deduktive Methode zur Erkennung des Kindbettfiebers und Begründung der Hygiene“ nach einem intuitiven Qualitätssicherungsprogramm

1910

erste Durchführung eines sog. Audits durch Ernest Codman in den USA (A Study in Hospital Efficiency 1996).

1915

 

Abraham Flexner entwirft ein Struktur-Analyse-Programm zur Anwendung an Krankenhäusern

1951

 

Gründung der Joint Commission on Accreditation of Hospitals (JCAH) basierend auf den Ideen von Codman und Flexner

1952

entwickelte Paul Lembcke das bis heute übliche sog. Medical Audit

1953

in den USA wird die Professional Standards Review Organization (PSRO) als erstes Qualitätssicherungsprogramm gegründet (Roach 1981).

1975

in Bayern wird die erste deutsche Perinatalerhebung etabliert (Lack 2001).

1990

Das "White Paper" von Terry Chappell bewirkte in England binnen 3 Jahren die breitflächige Etablierung von QS-Programmen (Chappell 1990).

1993

Das Sozialgesetzbuch V §§ 135-9 schreibt Qualitätssicherung für Ärzte in Deutschland vor

 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch Gesetzliche Krankenversicherung

vom 20. Dezember 1993 (BGBl. I S.2477)  (BGBl. III 860-5)

 

Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung

(GKV- Modernisierungsgesetz – GMG)

vom 19. November 2003 (BGBl. 2003 Teil I Nr. 55 S.2190)

 

Was heißt DIN EN ISO?

DIN = Deutsche Institut für Normung e.V., Berlin

EN = European Norm, europäisches Normungsgremium

ISO = International Organization for Standardization

Der Begriff ISO stammt vom griechischen Wort isos (gleich).

1947 in Genf gegründete, nicht-staatliche Initiative.

 

Die urheberrechtlich geschützten und käuflich erwerbbaren Definitionen der ISO halten seit einigen Jahren Einzug in europäische Krankenhäuser und ambulante Einrichtungen.

 

Branchen mit Zertifikat vom TÜV

(TÜV-CERT=TÜV-Zertifizierungsgemeinschaft e. V.):

 

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht  

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 

Ernährungsgewerbe und Tabakverarbeitung 

Textil- und Bekleidungsgewerbe  

Ledergewerbe  

Holzgewerbe  

Papiergewerbe  

Verlagsgewerbe  

Druckgewerbe, Vervielfältigung von bespielten Trägern  

Kokerei und Mineralölverarbeitung  

Herstellung und Verarbeitung von Spalt- und Brutstoffen 

Chemische Industrie  

Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen  

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren  

Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden  

Herstellung von Zement, Kalk, Gips und Erzeugnissen aus Beton,  
Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen  ....

 

Die DIN EN ISO 9000 beschreibt die Grundlagen für QM-Systeme

und legt die Terminologie für QM-Systeme fest.

Die DIN EN ISO 9001 legt die Anforderungen an ein QM-System für den Fall fest, das ein Unternehmen seine Fähigkeit darlegen muss, Produkte bereitzustellen, die die Anforderungen der Kunden und der Behörden erfüllen.

Die DIN EN ISO 9004 stellt einen Leitfaden bereit, der die Wirksamkeit und die Effizienz eines QM- Systems betrachtet.

 

Was heißt „Zertifizierung“?
Die Zertifizierung ist die „Vergleichsprozedur“ mit Normen oder anderen externen Vorgaben. Im Ergebnis einer Bewertung der erstellten Organisationsregeln und der realen Unternehmenspraxis in Form von Stichproben wird dem Unternehmen im positiven Falle eine Konformitätsbestätigung, das so genannte Zertifikat, erstellt.

 

Wer darf zertifizieren?
Wenn das Zertifikat gesellschaftliche und marktwirtschaftliche Anerkennung erfahren soll, muss der Zertifizierer selbst zugelassen sein, was durch die DAR-Nummer des Deutscher Akkreditierungsrat ausgewiesen wird.

 

 

 

 

 

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